Freitag, 28.02.2020
Montag, 27. Januar 2020 10:27 Uhr

2019: Arbeitslosigkeit gesunken, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung leicht gestiegen 2019: Arbeitslosigkeit gesunken, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung leicht gestiegen

Hameln (red). „Die Prognose vom Jahresbeginn hat sich bestätigt: Der Arbeitsmarkt im Weserbergland zeigte sich im Jahr 2019 trotz einer schwächelnden Konjunktur stabil. So sanken die Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung zum Vorjahr. Erfreulich ist auch, dass ungeachtet des konjunkturellen Abschwungs – insbesondere bei der Zeitarbeit und bei Automobilzulieferern – die Beschäftigung in unserer Region mit gut 120.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten leicht gestiegen ist“, kommentiert Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln, die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Weserbergland.

  • Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt 11.300
  • Veränderung gegenüber Vorjahr -734 / -6,1%
  • Arbeitslosenquote (Vorjahreswert) 5,8% (6,2%)

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Im Jahresdurchschnitt 2019 waren im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln 11.300 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 734 Menschen weniger (-6,1 Prozent).

Personen, die an einer Maßnahme der Arbeitsförderung teilnehmen oder einen Sonderstatus aufweisen (z.B. Personen in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit) werden bei den registrierten Arbeitslosen nicht mitgezählt, aber mit der Unterbeschäftigung dargestellt. Die Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit belief sich 2019 durchschnittlich auf 16.010 Personen. Das waren 351 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigtenquote liegt bei 8,0 Prozent; 0,3 Prozent weniger als 2018.

Entwicklung in den Rechtskreisen der Arbeitsagentur und des Jobcenters

Von den durchschnittlich 11.300 arbeitslos gemeldeten Männern und Frauen wurden im Schnitt 3.864 im Rechtskreis SGB III – in der Arbeitslosenversicherung - von einer Geschäftsstelle der Arbeitsagentur Hameln betreut (2018: 3.808).

2019 waren bei den Jobcentern im Rechtskreis SGB II durchschnittlich 7.436 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 790 weniger als im Vorjahr. Die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen ist ebenfalls sehr positiv – ihre Zahl sank auf 3.873, das waren 489 weniger als im Jahresschnitt 2018.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

62,1 Prozent der Bevölkerung im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 bis unter 65 Jahren. Im Juni 2019 waren davon 120.683 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies eine Zunahme um 0,8 Prozent.

Die Mehrfachbeschäftigungsquote gibt an, wie hoch der Anteil der Mehrfachbeschäftigten an allen Beschäftigten ist. Die bedeutsamste Form der Mehrfachbeschäftigung ist die Kombination von sozialversicherungspflichtigem und geringfügigem Beschäftigungsverhältnis. Die Mehrfachbeschäftigungsquote beträgt 8,3 Prozent und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt. Arbeitskräftenachfrage Der Agentur für Arbeit Hameln wurden 2019 mit 9.905 weniger Arbeitsstellen als im Vorjahr gemeldet.

Im Vorjahr waren dies 10.344 Stellen gewesen (-4,2 Prozent). Im Vergleich zum Landesergebnis für Niedersachsen (-8,8%) fällt die Entwicklung für den Agenturbezirk günstiger aus. Trotz der konjunkturellen Abschwächung gibt es im Weserbergland eine hohe Personalnachfrage, beispielsweise in Gesundheit und Pflege, im Handel, im verarbeitenden oder auch im Baugewerbe. Im Agenturbezirk werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen - ohne Helfertätigkeiten - im Jahresschnitt über alle Branchen hinweg innerhalb von 111 Tagen besetzt.Ausblick 2020 Für das Jahr 2020 rechnet Gerhard Durchstecher erneut mit einem stabilen Arbeitsmarkt: „Wir gehen davon aus, dass wir im Weserbergland bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Jahresdurchschnitt leicht zulegen können. Daneben erwarten wir trotz der abgeschwächten Konjunktur einen Rückgang der Arbeitslosigkeit.“

Ab März 2020 wird ausländischen Fachkräften mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz der Weg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtert. „Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind bereits über 55 und gehen in den nächsten Jahren in Rente. Es kommen weniger junge Menschen nach. Aus diesem Grund sind wir auch auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen“, so Durchstecher. Ein weiteres Schwerpunktthema sei auch die Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Durchstecher ergänzt: „Die Weiterbildung von Menschen, die im Job sind, wird in 2020 ebenfalls ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit sein. Gemeinsam mit den Unternehmen wollen wir die Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Weserbergland zukunftsfähig zu machen.“

Foto: Agentur für Arbeit

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